Laura war unzufrieden in ihrem Job. Schon eine lange Zeit spielte sie mit dem Gedanken, sich etwas anderes zu suchen. Als sie endlich etwas passendes fand und ein gutes Angebot erhielt, kam das Leben dazwischen.

Das Angebot wurde zurückgezogen und Laura stand wieder am Anfang. Vielleicht sogar noch etwas schlimmer. Denn ihr war bewusst, dass sie auf Grund der neuen Situation nun viele weitere Monate in der unglücklichen Position verharren werden müsse. Ein Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt wäre absoluter Wahnsinn. Das – finanzielle – Risiko kann sie nicht eingehen.

Das psychische Risiko aber bleibt. Sie arbeitet gerne. Sie ist gar nicht in der Lage, nicht zu arbeiten. Aber ihr Job fordert seit Monaten mehr von ihr als er ihr gibt.

So sucht sie nach Alternativen. Ergänzungen, wenn man so möchte. So dass sie ihren sicheren Job vorerst nicht aufgeben braucht, aber Licht am Ende des Tunnels zu sehen bekommt.

Laura ist bereits seit vielen Jahren freiberuflich tätig. Ihr Ziel ist es, langfristig wieder in die vollständige Selbständigkeit zurückzukehren. Ihr erster Gedanke ist daher, diese Nebenberuflichkeit wieder in Gang zu bringen. Die Aufträge zu erhöhen und neue Kunden zu gewinnen.

Doch ihr Leben hat sich in den letzten Jahren geändert. Laura hat sich weiterentwickelt. Dort anknüpfen, wo sie einst aufgehört hat, passt nicht mehr zu ihr.

Also entwickelt sie eine neue Strategie. Unabhängig möchte sie sein. Das wollte sie schon immer und das wird sich auch nicht mehr ändern.

Sie weiß, was sie gut kann und genau dort setzt sie an. Sie erarbeitet ein Projekt. Viele Menschen verdienen mit einem Projekt dieser Art Geld, die meisten allerdings nicht mehr als ein Taschengeld.

Doch Lauras Ziel ist ein anderes. Sie möchte nicht nur regional unabhängig arbeiten, sie möchte auch finanziell unabhängig von einer Festanstellung werden.

Von einer Freundin erhält sie einen Tipp. Ein international tätiges Unternehmen sucht Vertriebspartner auf selbständiger Basis.

Laura überlegt. Vertrieb ist nicht ihr Ding. Die Freundin hat zwar recht, wenn sie sagt, dass Laura in dem Job gut wäre. Sie kann es tatsächlich, das weiß sie. Nur ist es nicht das, was sie möchte.

Dennoch geht ihr der Vorschlag nicht aus dem Kopf. Sie denkt tagtäglich darüber nach. Ohne es zu merken, entwickelt sie so in Gedanken einen Plan, wie sie diese Vertriebstätigkeit in ihr ursprünglich geplantes Projekt einbinden kann.

Sie entschließt sich, den Weg zu gehen. Die Investition in diesen Weg ist überschaubar, die Kosten sind es ihr wert.

Sie startet mit dem Projekt. Dem neuen, dem großen Ganzen. Und sie freut sich darauf.

Vielleicht bringt dieses Projekt sie in einiger Zeit aus ihrem unglücklichen Job heraus. Vielleicht bringt dieses Projekt ihr ein nettes Taschengeld ein. Auf jeden Fall wird dieses Projekt sie an Erfahrung gewinnen lassen.