Was war das für ein Tag!

Seit nunmehr einer Woche sind wir hier, einige der Damen sind heute abgereist, dafür sind andere Eltern mit Kindern angereist. Auch sind heute zahlreiche Partner gekommen, um das sehr lange Wochenende mit der Familie zu genießen. Auch bei uns war heute einiges los.

Joggen statt Walken

Auf dem Plan stand heute das verordnete Walken. Da ich aber wusste, dass der restliche Tag doch sehr durchgeplant sein würde, bin ich stattdessen gejoggt. Der Trainerin war es egal, meinen beiden „Freundinnen“ – ich habe sie inzwischen Hanni und Nanni getauft (sie müssen sich morgens telefonisch abstimmen, was sie anziehen, da sie ja so viele Klamotten beide haben) – weniger.

Beide mit ihrem Handy in der Hand (wie auch den restlichen Tag) walkten sie so vor sich hin und hatten nichts besseres zu tun, als sich darüber auszulassen, dass ich an ihnen vorbei gejoggt bin. Nun ja. „Wer ko´, der ko´“ sagen die Bayern. Raucht einfach weniger, chicas, und dann klappt das vielleicht auch mit dem Joggen.

Wirbelsäulengymnastik

Nach dem Joggen musste ich zu einem Zwischengespräch zum Arzt. Dort wurde nach meinem Befinden gefragt und ob ich mit allem zufrieden bin.

Danach ging es zur ersten Wirbelsäulengymnastik. Durch das regelmäßige Joggen und die EMS-Anwendungen ist mein Rücken zwar gestärkt, dennoch habe ich mich auf diese Anwendung sehr gefreut.

Die Halle war voll mit Mädels (und einem Mann). Leider auch mit einer der nervigen Weiber, die sich verhält wie ein Teenager. Die komplette Stunde hat die liebe Inna mit N, die ebenfalls an dem INA-Programm hatte teilnehmen sollen oder wollen, sich nur köstlich über sich und andere amüsiert und damit alle gestört. Sind wir als Mütter und Väter denn immer noch nicht aus dem Kinderalter raus? Und wenn wir das jetzt nicht sind, wann werden wir es jemals sein?

Fahrt in die Stadt

Da war doch was: Mein Auto ist kaputt. Die Motorkontrollleuchte blinkt und zwingt mich in die nächste Werkstatt. Ein Glück, dass es keine 5 Kilometer eine Herstellerwerkstatt meines Wagens gibt. Bekanntschaft eingepackt und dann ging es los.

Tussi on tour: Stöckelschühchen und rosa Tüchlein suggerierten das dumme Weibchen. Das dumme Weibchen hatte allerdings mit ihrer Mader-Theorie tatsächlich recht.

Nach einigem Überlegen entschloss ich mich jedoch, dass ich die Reparatur erst kurz vor der Abreise durchführen lasse, um das Risiko eines frischen Kabelsalates als Maderessen zu vermeiden.

So musste uns der nette Kollege aus dem Autohaus auch nicht zum Aldi fahren – das konnten wir ganz alleine. Und in knapp 2 Wochen kommen wir wieder.

Einkaufen und Shopping light

Nach dem Schock (der nette Herr im Autohaus nannte mir bereits den Preis, den ich für das Maderessen zahlen werden muss) sind wir erst einmal einkaufen gefahren. Koffein und Saccharose standen auf meinem Einkaufszettel, außerdem Sandspielsachen und Wasserspielzeug für Zwerg.

Zum Glück sind die Menschen hier sehr hilfsbereit, so dass wir nach dem zufällig entdeckten Penny auch noch zum Kaufland, Tedi und dadurch zum Glück auch zum Deichmann gefunden haben.

Erst die wichtigen Dinge eingekauft, danach durfte sich Mama dann ein paar Schuhe aussuchen. Der Absatz ist zwar recht niedrig, dafür schreien das Pink und das Schleifchen vorne drauf ganz laut „Tussi“. So fühle ich mich wohl und die Tratschweiber im Sanatorium haben weiterhin etwas zum Lästern. Schön, wenn ich mit einem Schuhkauf alle glücklich machen kann.

Und später hat sich auch Zwerg über die vielen Spielsachen (auch ein Ball, Seifenblasen und Straßenmalkreide fanden den Weg in den Einkaufswagen) gefreut. Alles musste noch am gleichen Abend ausprobiert werden. Sand- und Wasserspielzeug notfalls auch ohne das jeweilige Element, für das es eigentlich gedacht ist.

Heilfasten nach Buchinger – oder doch nur Entschlackung

Nachmittags fand ein Vortrag über das Heilfasten nach Buchinger statt. 7 Tage lang nur Brühe und Saft, dann langsam Aufbaukost. Vorher eine g´scheite Darmentleerung und danach soll man sich supertoll fühlen.

Hört sich alles ganz wunderbar an – doch während ich mir vor dem Vortrag tatsächlich noch überlegt habe, es einmal auszuprobieren, wurde mir bei jedem Satz klarer, dass ich das sicher nicht tun werde.

Die vortragende Ärztin hatte aber auch gleich eine Alternative in petto: einen Entschlackungstag. Montags ist Entschlackung mit Obst, freitags ist Reistag.

Meine Bekanntschaft ist ebenfalls sehr interessiert – leider auch an der Reisvariante. Während ich mich bei den aktuellen Sommertemperaturen auf einen Obsttag regelrecht freue, gruselt es mich, wenn ich daran denke, einen ganzen Tag, also morgens, mittags und abends, nur Reis zu essen.

Mal sehen, für den Tag mit Obst werde ich mich eintragen. Wenn meine Bekanntschaft am Reistag teilnehmen möchte, werde ich mich ihr wohl anschließen. Wenn sie aber nichts mehr sagt, werde ich besser einfach den Mund halten und auf den Montag warten.

Ach ja, der Zwergentag in der neuen Gruppe war der absolute Knaller! Zwerg liebt die neue Gruppe und wenn es Zwerg gut geht, dann geht es auch mir gut.

Morgen gehen wir zu einer Mutter-Kind-Interaktion, danach geht’s für mich mit Step weiter und nachmittags darf ich mich bei Massage und Infrarotanwendung entspannen.

Gute Nacht.