Der Wecker klingelt. Völlig verwirrt sucht die Mutter nach dem Störenfried. Als sie ihn gefunden hat, wird er gesnoozt. Wie immer, mehrere Male.

Währenddessen sucht sie ihre Kuscheltochter. Keine da. Zumindest nicht in ihrem Bett. Das Mädchen schläft auf der Austobe-Matratze im Flur. Dort ist sie eingeschlafen, dort wird die Mutter sie bald wecken.

Gerädert geht sie erst einmal zu Hänsel. Der Junge reagiert überraschend wach auf ihren Guten-Morgen-Gruß.

Wie auch sie es schon getan hat, fragt nun ihr Sohn Alexa nach dem heutigen Wetterbericht. Bis zu siebenundzwanzig Grad sollen es werden. Kein Wetter für die Mutter. Den Jungen stört es nicht und Gretel darf Badesachen in den Kindergarten mitnehmen.

Ihre Sporteinheit wird die Mutter in der Früh absolvieren. Wenn Hänsel aus der Schule kommt, wird es ihr bereits zu warm sein. Leider ist der See heute keine Option, denn sowohl Mutter als auch Sohn haben noch etwas vor. Für morgen wird der Sprung ins kühle Nass jedoch auf den Tagesplan gesetzt.

Die Mutter denkt vor sich hin, der Sohn cremt sich ein und spaziert viel zu früh zur Schule los. Er ist gut gelaunt.

Jetzt muss Gretel geweckt werden. Nur drei Minuten möchte die Mutter vorher alleine am Tisch sitzen. Zwölf Minuten später weckt sie die Kleine.

Diese ist wenig begeistert von der Aktion. Sie ist zwar die kleinste, was die Körpergröße betrifft, aber der größte Langschläfer der drei. Schlaftrunken kuschelt sie sich wieder in ihre Decke und dreht sich um. Aufstehen mag sie nicht. Erst noch etwa zwei bis sieben Stunden schlafen. Weitere zehn Minuten später kommt das kleine Häufchen Müdigkeit aus dem Bett gekrabbelt und kuschelt sich an die Kaffee trinkende Mutter.

Nachdem Gretel im Kindergarten abgegeben ist, radelt die Mutter in Richtung Wald. Als es ihr selbst zwischen den Bäumen zu warm wird, macht sie sich auf den Heimweg. Nicht erfreut über die geringe Kilometerzahl, freut sie sich umso mehr auf die kühle Wohnung und den schattigen Balkon.

Sie beginnt, ihre Steuerunterlagen vorzubereiten. Als Hänsel nach seinem kurzen Schultag heimkommt, hat sie soeben eine Nachzahlung errechnet. Auf Fehlersuche möchte sie nun nicht gehen, vier Wochen sind noch bis zur Abgabefrist.

Die beiden unterhalten sich. Über die Schule, über die Mutter, über die Oma, über die Ferien und vieles mehr. Anschließend muss Gretel auch schon wieder abgeholt werden.

Nach einem kurzen Nachmittagssnack geht’s zu den Großeltern. Während die Mutter weiter muss, toben die Kinder im Garten. Gretel hat vorsorglich ihren Badeanzug angelassen und hofft auf eine kühle Erfrischung.

Das Mädchen wird enttäuscht. Heute soll der Garten trocken bleiben. Als Alternative bolzt die kleine daher mit ihrem Bruder auf der grünen Fläche und räumt sämtliches Spielzeug aus dem Haus ins Freie. Dass sie es später auch aufräumen müssen, ignorieren beide.

Die Mutter macht sich auf den Weg zu ihrem Termin. Das Ergebnis kommt nicht überraschend.

Gemeinsam mit den Großeltern wird zu Abend gegessen, bevor Hänsel zu seinem Termin verschwindet. Den Heimweg schaffen alle drei knapp vor der heftigen Regendusche.

Sie sprechen noch lange ausführlich und offen miteinander. Alle drei gehen erleichtert ins Bett. Alles wird gut. Bald.