Es regnet immer noch.

Am Vorabend haben Mutter und Sohn vereinbart, dass er eigenständig zu seiner Verabredung aufsteht. Hänsel zieht sich leise an, auch ein Wecker war nicht zu hören. Dennoch wacht die Mutter auf.

Der Junge ist aufgeregt und freut sich sehr. Seine Schwester spinnt gleich mit dazu. So viel gute Laune am frühen Morgen ist für die Mutter ohne Kaffee nicht zu ertragen. Hänsel bringt ihr einen.

Danach ist er verschwunden.

Gretel setzt sich zu ihrer Mutter. Und schnieft. Und hustet. Im Vergleich zu den letzten Tagen ist es aber schon deutlich besser geworden.

Die Kleine spielt und unterhält ihre Mutter.

Als Hänsel nach Hause kommt, nicht ganz so gut gelaunt wie erhofft, spielen die Kinder in ihren Zimmern. Die Mutter arbeitet währenddessen.

Für den Nachmittag machen sich die drei hübsch. Gretel zieht ihr geliebtes Dirndl an, Hänsel quält sich in eine Jeans und die Mutter schlüpft in eines ihrer Kleider.

Bei stürmischem Wetter machen sie sich auf den Weg. Da sie nicht wissen, wann sie wieder heimkommen, müssen sie noch die Brotzeit für die kommende Woche einkaufen gehen. Die Leckereien sicher im Fahrradkorb platziert ist der kleine Umweg schnell erledigt. Und das, obwohl Gretel auf Grund eines dramatischen Unfalls nicht mehr selbst rollern kann.

Trotz der niedrigen und eher spätherbstlichen Temperatur wird gegrillt. Darauf freuen sich die drei schon lange.

Auch ein leckerer Kuchen wurde gewünscht und wird nach der Präsentation direkt verspeist. Überlebende gibt es keine.

Viel Unterhaltung, ein wenig Streit und zahlreiche schöne Stunden später machen sich die drei auf den Heimweg. Es ist inzwischen stockfinster, so dass das Leuchten von Gretels Rollerrädern – der Unfall ist bereits vergessen – gut zur Geltung kommt und den Weg ein wenig beleuchtet.

Zu Hause angekommen fallen die Kinder müde ins Bett. Die Mutter deckt die beiden zu und macht es sich noch ein paar Folgen auf der Couch bequem. Morgen können sie endlich ausschlafen.