Ein weiterer Tag beginnt, an dem die Mädels sich aus dem Bett quälen und Hänsel ausschlafen darf. Der Junge steht auf, als die Mutter von ihrer Kindergarten-Tour zurückkommt.

Traurig erzählt er ihr, dass er weiterhin Symptome hat. Die beiden rufen gemeinsam beim Kinderarzt an, um die Situation zu besprechen. Es ist wohl normal, dass es sich über bis zu zwei Wochen ziehen kann.

Die Sorge, dass der Junge dadurch zahlreiche Unterrichtsstunden verpasst, versteht die Ärztin. Dennoch muss er wohl die gesamte Woche noch zuhause bleiben, sofern die Symptome nicht schlagartig, spätestens aber am nächsten Tag, beendet sind. Dass er sich nicht krank fühlt und das Testergebnis auf SARS-CoV-2 negativ ausgestellt ist, spielt dabei keine Rolle.

Die beiden nehmen sich in den Arm. Die Mutter verspricht ihrem Sohn, das sie ihm weitestgehend helfen wird, bei den Dingen, die die anderen nun in der Schule durchnehmen. Dass sie keinen Lehrer ersetzen kann, muss aber beiden klar sein.

Hänsel geht seinen Laptop holen. Während die Mutter mit ihrem IT-Problem in der Hotline hängt, bearbeitet sie auch seine zickende IT.

Das ausgeglichene Pubertier kann anschließend arbeiten, bei der Mutter wird die Problembehandlung länger dauern.

Hänsel bereitet ihr einen Kaffee zu.

Nach zahlreichen Telefonaten und weiteren Aufgaben ertönt die Erinnerung: Es ist Zeit, Gretel abzuholen.

Den Nachmittag verbringen die Kinder vor der Konsole. Während Hänsel zockt, versucht Gretel in dem Spiel mithalten zu können. Vergebens. Sie kommt zur Mutter und bittet um eine TV-Ausnahme. Da die Mutter noch einiges zu regeln hat, stimmt sie zu.

Ehe sie sich versieht, kuscheln beide Kinder auf der Couch und suchten die kleine blonde Hexe. Die Mutter unterdessen ist froh, dass sie liebe Menschen ihre Freunde nennen darf.

Hänsel kocht auf eigene Initiative das Abendessen. Schonkost, wie vom Arzt angeordnet.

Die verbleibende Zeit bis zum ins Bett gehen verbringen die drei gemeinsam. Pünktlich zur Schlafenszeit ist die Mutter verabredet, so dass die Kinder hoffentlich in ihren Betten bleiben, sobald sie dorthin verfrachtet wurden. Bis dahin sind aber noch ein paar Stunden Zeit. Kuschelzeit.


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