Am Vorabend schläft die Mutter früh ein. Ob die Kinder schlafen, weiß sie nicht. Sie kuschelt sich in ihre Decke, schaut ein paar Folgen der verrückten Physiker und genießt die Ruhe.

Morgens liegt Gretel neben ihr. Als der Wecker klingelt grinst das Mädchen. Sie freut sich, dass sie endlich das erste Türchen ihres Adventskalenders öffnen darf.

Ausgesucht hat sich die kleine Tierliebhaberin einen Bauernhof-Kalender. Hänsel, weniger enthusiastisch aber immer immerhin auch nicht ganz so genervt, kommt ebenfalls. Seine Wahl fiel auf einen Auto-Kalender.

Die Mutter macht sich einen Kaffee. Gerne hätte sie auch einen Adventskalender gehabt, aber es gab keinen, der ihr gefiel.
Nun dürfen also die Kinder ihre Türchen öffnen. Außerdem stellen sie fest, dass es schneit. So aufgeregt waren sie schon lang nicht mehr.
Gretel möchte ihren Roller heute stehen lassen und stapft gemeinsam mit ihrer Mama durch den ersten Schnee des Winters.

Die Mutter dreht anschließend ihre obligatorische Morgenrunde. Sie genießt die Ruhe und, wenn sie ganz ehrlich ist, auch das Weiß auf den Bäumen.

Der Vormittag ist mit Terminen ausgelastet und noch bevor sie alles erledigt hat, steht Hänsel in der Tür.

Er macht es seiner Mutter nach wie vor nicht leicht, den Mist der letzten Tage zu vergessen. Mühe gibt er sich keine.

So schickt sie ihn in sein Zimmer, er soll Hausaufgaben machen. Sie erledigt ihre Sachen, bis sie Gretel abholen geht.

Die beiden haben noch etwas vor. Nun, da der erste Schnee liegt, ist auch das Mädchen überzeugt, dass Turnschuhe allein nicht ausreichend sind. Sie möchte Stiefel haben.

Glitzern sollen sie. So sucht sich der Frechdachs also ihre neuen Winterschuhe aus, möchte sie auch zuhause am liebsten gar nicht mehr ausziehen und sieht chicer aus als ihre Mama.

Die friert einfach weiter vor sich und hat daher wenig Wert auf die Optik gelegt, sondern mehr darauf geachtet, dass ihr nicht noch kälter wird.

Wieder zuhause ist Hänsel dabei das Abendessen vorzubereiten. Lustlos und fast schon genervt schnippelt er das Gemüse. Essen mag er es später nicht so recht. Dennoch sitzt er mit seinen Mädels am Tisch und beteiligt sich sogar an der Unterhaltung.

Anschließend aber verschwindet er schnell. Gretel hüpft und singt und tanzt durchs Wohnzimmer. Die Mutter friert. Später trinkt sie einen Sekt.

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