Der typische Morgen im Hause Wahnsinn: Die Mutter wacht auf, die Kinder schlafen noch. Gretel kuschelt sich an ihre Mama heran, so dass ein Aufstehen unmöglich ist. Also himmelt die Frau ihre Tochter erst einmal an.

Als das Kaffeeverlangen größer wird, steht die Mutter auf. Zu ihrer Überraschung ist es heute Hänsel, der als erstes aufsteht. Es ist kurz nach elf Uhr, als die Tür sich öffnet und der Junge im Wohnzimmer steht. Hungrig.

Schnurstracks marschiert er in die Küche. Aus dem Tiefkühler entnimmt er ein Pfund Backwaren und bereitet sich diese zum Frühstück vor. Mit viel Glück bekommen die Mädels des Hauses vielleicht auch eines der Brötchen ab.

Gretel aber schläft noch. Zumindest so lange, bis es in der gesamten Wohnung nach frischen Brötchen duftet. Dann öffnet sich die Tür erneut und eine verschlafene Gretel steht in der Tür uns freut sich, ebenso wie die Mutter, über den von einem fröhlich singenden Hänsel gedeckten Tisch.

Gemeinsam frühstücken die drei, bevor sie sich zum heutigen Spaziergang aufmachen. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint und eisig ist es nicht wirklich. Hänsel entscheidet sich für seinen Scooter, Gretel möchte das Fahrrad nehmen und die Mutter hofft, so Fuß mal nicht die schnellste der Gruppe zu sein.

Das Ziel ist auch schnell klar. Hänsel möchte in die Richtung seiner Schule gehen, anschließend zum See. Dort möchte auch Gretel hin. Die Mutter möchte lediglich zwanzigtausend Schritte absolvieren. Wenn sie unterwegs noch schöne Bilder bekommt und im Anschluss an den Ausflug ausgelastete Kinder hat, war der Nachmittag für sie perfekt.

Viele Stunden später kommen die drei hungrig und durchgefroren wieder heim. Wie so oft lief der Nachmittag anders als geplant. Dennoch sind die drei glücklich und zufrieden. Sie freuen sich aufs Abendessen und dass das Ungetüm das Wohnzimmer in ihrer Abwesenheit wohlig warm geblasen hat.


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