Geschlafen wird auch in dieser Nacht nicht früh. Immerhin aber bleibt jeder in seinem eigenen Bett. Gretel braucht zwar eine extra Kuscheleinheit, nach dieser aber kehrt sie freiwillig zurück in ihr eigenes Bett. Hänsel zockt verbotenerweise in seinem Zimmer und die Mutter genießt auf der Couch ihre Ruhe mit ärztlichen Notfällen und Ausnahmesituationen.

Morgens ist es erneut die Mutter, die als erstes wach ist. Neben ihr träumt ihre Tochter selig weiter und aus dem Prä-Pubertier-Zimmer dringen ebenfalls keine Laute, so dass sie davon ausgeht, dass der Junge entweder schläft oder heimlich Videos auf dem Handy ansieht.

Die Frau bleibt liegen. Immer wieder schweift ihr Blick verliebt zur Kaffeemaschine, doch lange überwiegt das Kuscheln dem Aufstehen.

Nach dem Frühstück lassen die Kinder ihre Mama im Chaos zurück. Sie spielen in ihren Zimmern, bis Hänsel sich zu seinem obligatorischen Freitagstermin aufpasst. Die Mädels nutzen die Zeit zum anziehen, damit sie nach Hänsels Rückkehr direkt losfahren können.

Ihr Weg führt sie einmal mehr zu Haudraufi. Den sammeln sie ein und es geht weiter zum nah gelegenen Erholungsgebiet. Dort gibt die Mutter ihr bestes, die drei Kinder müde zu bekommen. Eine schier unlösbare Aufgabe. Dafür aber bekommen sie einen schönen, winterlichen Sonnenuntergang zu sehen.

Nachdem Haudraufi bald darauf wieder abgeliefert und auch die Familie, samt Einkauf, zu Hause ist, fallen sie über das Essen her. Von Müdigkeit, wie geahnt, keine Spur. Dafür verlangen die Kinder nach Kuschelkino. Das sollen sie gerne bekommen. Nachdem sie den Tisch abgeräumt und sich bettfertig gemacht haben. Die Mutter widmet sich gedanklich dem vergessenen Teil der Steuererklärung, die sie nun am Wochenende nachreichen muss.


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