Der Tag beginnt zu früh. Sowohl Hänsel als auch die Mutter sind noch nicht fertig mit Schlafen, als der Wecker klingelt. Müde setzen sie sich dennoch an ihre Rechner und starten in den Schul- und Arbeitstag. Gretel schläft.

Das Mädchen wacht erst auf, als die Oma mit Frühstück vor der Tür steht. Die Mutter hat heute ihr Vorgespräch zu einer medizinischen Behandlung. Da sie nicht weiß, wie lange diese dauern wird, hat sich die Oma bereit erklärt, bei den Kindern zu bleiben. Entspannt macht sich die Mutter auf den Weg zur Praxis.

Dort angekommen muss sie feststellen, dass sie eigentlich eine FFP2-Maske benötigen würde, um die Praxis betreten zu dürfen. Diese hat sie nicht, darf aber dennoch rein. Zur Durchführung in der kommenden Woche aber wird sie gebeten, die richtige Maske dabei zu haben. Diese wird sie auch während der Narkose tragen müssen, was in ihr ein komisches Gefühl auslöst. Hilft aber nichts, die Behandlung ist notwendig.

Wieder zurück sitzen die Kinder im Unterricht und an Hausaufgaben. Die Oma bringt die Küche in Ordnung und tauscht sich ein wenig mit der Mutter aus, bevor sie nach Hause geht.

Hänsel hat Unterricht, die Mutter auch noch etwas zu erledigen. Als beide fertig sind, zieht es sie an die frische Luft. Die Nacht über hat es geschneit, die Rodelhügel vor der Tür rufen nach den Kindern. Das hören die beiden genau.

Hänsel fährt gegen die Kinder dort Schlittenrennen, Gretel unterhält die großen Jungs mit Befehlen und Anweisungen. Die Mutter sitzt frierend auf der Bank und wartet, bis die Kinder keine Lust mehr haben. Bevor das aber passiert, möchte das Mädchen noch mehrere Male mit ihrer Mama gemeinsam rodeln. Die Frau kann ihrer Tochter den Wunsch nicht abschlagen, so dass auch sie immer wieder den Hügel hochstapft, einige Male wieder herunterrutscht und bei erfolgreichem Gipfelstürmen den Weg mit dem Schlitten zurücklegen darf.

Als Gretel keine Lust mehr hat und zu Frieren beginnt, machen sich die Mädels auf den Heimweg. Hänsel möchte noch bleiben und wird erst pünktlich zum Abendessen klingeln. Das von Chefköchin Mama und Hilfsköchin Gretel zubereitete Was-weg-muss schmeckt hervorragend, wie der durchgefrorene Junge mehrfach kundtut.

Die drei lassen den Tag getrennt ausklingen: Hänsel und Gretel lautstark in der Badewanne, die Mutter frierend beim Lernen. Sie hat die leise Hoffnung, dass sie abends, wenn die Kinder im Bett sind, endlich einmal einen Abend für sich hat. Erst einmal aber müssen die Kinder aus der Wanne herauskommen und das obligatorische Gute-Nacht-Ritual absolviert werden.


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