Herrlich warm sieht es aus, wie die Sonne ins die Wohnung scheint. Ein Blick auf das Thermometer bestätigt diesen Anschein nicht. Minus zehn Grad Celsius werden angezeigt. Die drei wollen heute spazieren gehen, die Temperatur aber schreit eher nach auf der Couch bleiben.

Gretel kuschelt sich an ihre noch schlafende Mama heran und freut sich, als diese sie in den Arm nimmt. Langsam wachen beide auf und starten mit ein wenig Quatsch in den sonnigen Tag der Liebenden.

Das Mädchen sieht ihre Mutter ernst an. Ob sie eigentlich wüsste, was sie ihrer Schwester als erstes beibringen wird, möchte die Kleine wissen. Schmunzelnd verneint die Mutter diese Frage. Aufgeregt verrät Gretel die Antwort: „Na, Quatsch natürlich!“ Beide lachen. Die Mutter nimmt ihr Mädchen in den Arm und bekräftigt sie in dieser Idee, indem sie ihr erzählt, dass Geschwister genau dafür da sind. Gretel ist glücklich.

Sie sieht nach, ob ihr Bruder ebenfalls schon wach ist. Leise öffnet sie seine Tür und der Junge reagiert sofort. Er bestätigt außerdem, seiner Mutter gleich einen Kaffee zu machen. Erneut muss die Frau schmunzeln. Gretel deckt den Frühstückstisch. Kurz zögert sie, nachdem die Mutter sie erinnert, dass keinerlei Brotähnlichen Lebensmittel im Haus sind. Sie möchte ihren Bruder zu einem Deal bewegen. Er geht zum Bäcker, sie macht Kaffee. Er aber lehnt ab, die Mutter bleibt außen vor.

Sie informiert die Kinder über die Temperatur, die Reaktion ist einstimmig: wir wollen nicht raus. Nachvollziehen kann sie es ja. Auch sie zieht in diesem Moment die gemütliche Couch ebenfalls der eisigen Kälte vor. Später jedoch werden sie dennoch einen Valentinsspaziergang unternehmen. Bei strahlendem Sonnenschein schlendern sie etwa zwei Stunden über Felder und am Wald entlang. Im Gepäck haben sie Nachmittagskrapfen. Sie kehren auf dem Rückweg bei den Großeltern ein, spielen und erzählen, vertilgen Kalorien und Koffein.

Als sie wieder zuhause sind, ist es bereits dunkel. Der neue Stundenplan für Hänsel ist eingegangen. Traurig stellt der Junge fest, dass sein Ausschlaf-Tag mit Schulbeginn zur dritten Stunden gestrichen wurde. Erfreut ist er jedoch über eine Stunde Sportunterricht. Ferien wären ihnen dennoch lieber gewesen.


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