Heute ist es also so weit: Entschlackungstag. Warum habe ich mich gleich wieder angemeldet? Ach ja, weil ich völlig umnachtet dachte, das würde mir gut tun. Jetzt, wo ich weiß, was ich den Tag über essen können (oder müssen) werde, würde ich meine gestrige Entschlossenheit gerne ungeschehen machen.

Frühstück ohne Freude

Zum Frühstück gab Knäckebrot mit Quark. Das war ganz ok. Dazu noch einen Salat aus Möhrchen und Äpfeln. An und für sich auch ok, wenn da nicht der Zimt gewesen wäre. Es ist Mai, da möchte ich keinen Zimt schmecken.

Nun ja, ich musste außerdem auf meinen morgendlichen Kaffee verzichten, außerdem war die Nacht noch unruhiger als sonst, ich also hundemüde.

Genau der richtige Tag für eine Entschlackungskur. (Ironie!!!)

Joggen und Mittagessen

Nach dem Frühstück bin ich eine Runde Joggen gegangen. Um genau zu sein sogar zwei. Ich wollte meiner schlechten Laune weglaufen.

Leider bin ich stattdessen einer enormen Müdigkeit und einer fiesen Migräne entgegengelaufen.

Dennoch bin ich mit Bekanntschaft vormittags in die Stadt gefahren. Schuhe kaufen. Ich habe auch welche gefunden, bessere Laune gab es allerdings nicht dazu. Stattdessen meldete sich der Hunger.

Mit knurrendem Magen (das kannte ich bislang so gut wie gar nicht und schon gar nicht in dieser Mäststation hier) ging es dann wieder zurück.

Pünktlich zum Mittagessen: Gemüsepfanne mit Kräuterdip. Vollkommen ohne Gewürze (Salz brauche ich nicht, am besten wäre Chili, wenigstens aber Pfeffer muss sein), ohne Nachtisch, dafür aber mit einer winzig kleinen Apfelschorle. Ohne ging es wirklich nicht.

Satt war ich danach, besser ging es mir dennoch nicht.

Anwendungen absagen

Die psychologische Gruppe hatte ich bereits abgesagt. Gruppensitzungen sind einfach nicht meines. Doch heute musste ich auch tatsächlich die Wirbelsäulengymnastik absagen. Mein Kreislauf mag mich heute nicht, die Migräne wird stärker und müde bin ich außerdem.

Nach dem Mittagessen habe ich mich hingelegt und eine Stunde geschlafen. Besser ging es mir dennoch nicht. Also noch einmal 90 Minuten ins Bett, dann aufstehen und zum Arzt. Die Kopfschmerzen wollten einfach nicht besser werden, trotz starker Tablette.

Die Ärztin hat mich direkt akkupunktiert – noch einmal 20 Minuten entspannen.

Schmerzen sind besser geworden, waren aber immer noch da. Einen Tee, einen Kaffee oder ein Wasser soll ich trinken.

Auf meine Frage, ob das eine Folge des Entschlackens wäre, bekam ich ein schlichtes „ja“ zur Antwort. Durch die zuckerfreie Ernährung und den Wetterumschwung ist es ganz normal, dass der Kreislauf sinkt und die Migräne stärker wird.

Ich habe mir also einen grünen Tee mit Honig geholt und mich ein wenig an die frische Luft gesetzt.

Vorher noch Zwerg geholt, ein Eis für Zwerg und dann ab nach draußen.

Die Herausforderung: das Abendessen

Nun also ist es Zeit für das Abendessen. Wie immer unter der Woche holen wir uns das Essen aufs Zimmer. Auch heute.

Ich habe wieder eine Gemüsepfanne bekommen, für Zwerg habe ich eine Auswahl mitgenommen: Gemüse, Brot, Aufschnitt und Nudelsalat.

Es war wirklich eine Herausforderung, Zwerg das Abendessen zu machen und selber nur die wieder nicht gewürzte Gemüsepfanne essen zu dürfen.

Anfangs habe ich es auch tatsächlich geschafft. Doch nur eine Stunde nach dem Essen bekam ich enormen Hunger.

Also habe ich Zwerg und mir eine Packung Erdbeeren geschnitten und wir haben diese gegessen.

Danach musste ich auch noch in das, für den Fall, dass Zwerg Hunger bekommen sollte, vorbereitete Brot beißen.

Auch jetzt habe ich noch Hunger. Doch essen werde ich jetzt nichts mehr, stattdessen werde ich mich an meinen Kräutertee halten und hoffen und beten, dass schon ganz bald Frühstückszeit ist.