Lange sitzt die Mutter am Abend noch draußen.

Sie erhält sie zahlreiche Nachrichten von ihrem Sohn. Hänsel, und auch seiner Schwester, geht es gut. Sie vermissen ihre Mama, was die Mutter natürlich sehr erfreut. Auch sie vermisst ihre beiden Terrorzwerge.

Noch drei Tage, bis sie die beiden wieder bei sich hat. Zwei davon sind bereits verplant.

Zufrieden sitzt sie die halbe Nacht draußen. Mit ihren Gedanken und Bier genießt sie die laue Sommernacht. Sternschnuppen sieht sie lediglich drei, dafür steht der Plan für den nächsten Tag.

Als sie, schon wieder viel zu spät, aber immerhin vor Sonnenaufgang, schlafen geht, denkt sie daran, den Wecker zu stellen. Nicht zu früh, aber sicher ist sicher.

Sie startet ihre Einschlaf-Serie und kuschelt sich in die Decke. Schnell stellt sie fest, dass sie beim Serienfinale angekommen ist. Schon wieder.

Sie sucht sich eine neue Serie aus. Welche das war, weiß sie am nächsten Morgen nicht einmal mehr.

Anders als sonst steht sie kurz nach dem Weckerklingeln auf. Mit einem Kaffee setzt sie sich auf ihren Balkon. Die Schwüle macht ihr ein wenig zu schaffen, vielleicht wird die folgende Dusche das Gefühl bessern.

Mittags kommt eine Freundin, mit der sie den beschwerlichen Weg zu einem Freund auf sich nehmen wird. Ein kleiner Roadtrip, die beiden werden etwa eine Stunde unterwegs sein.

In der Stunde wird viel geratscht. Am Zielort angekommen geht es dann zu dritt weiter. Den ganzen Nachmittag lang, bis es Abend ist. Und noch weiter.

Erst viel zu spät geht es wieder heim. Schon auf dem Weg zum Auto zurück ist es dunkel.

Die Heimfahrt wird ebenfalls zum Austausch von Informationen genutzt, bevor es zu den Vorstadt-Gangs auf die Couch geht.

Hänsel hat die Zeit indes genutzt und den gif-Speicher eines Messengerdienstes, wahrscheinlich komplett, an seine Mutter weitergeleitet. Auf ihre Nachricht hingegen bekommt sie keine Reaktion mehr. So kennt sie ihren Erstgeborenen und so liebt sie ihn.

Noch drei Mal schlafen, dann hat sie ihre beiden Chaoten wieder.