Gretel sieht es gar nicht ein, zu schlafen. Am Abend kommt sie bis nach Mitternacht immer wieder zu ihrer Mama, und treibt die Frau damit in den Wahnsinn. Als das Mädchen endlich eingeschlafen ist, schläft auch die Mutter bereits. Nachts schleicht sich die Kleine ins Bett der Mutter und wacht morgens vor ihr wieder auf.

Die Mutter träumt in dieser Nacht wild. Nichts schlimmes, aber emotional. Von ihrem Projekt und wie sie es umsetzen wird. Dinge haben sich geändert und diese Änderungen hat sie im Traum durchgespielt.

Gretel hat von ihrer Uroma geträumt. In einem zartrosa Kleid spricht die alte Frau nicht mit ihrer Urenkelin, nimmt sie aber in den Arm. Gretel lächelt, während sie erzählt. Die Mutter auch, denn sie spürt sofort diese Umarmung ihrer Oma.

Hänsel hat nichts geträumt
Dafür eine Forderung. Es hat in der Nacht geschneit, weswegen er den freue Tag heute draußen verbringen möchte. Am liebsten am See. Die Mutter ist sofort angetan von dieser Idee. Zum einen ist der See weit genug entfernt, um ausreichend Bewegung zu bekommen, zum anderen freut sie sich auf traumhafte Fotos von einem ihrer Lieblingsorte und zum dritten hofft sie sehr auf müde Kinder am Abend.

Jetzt aber ist Knöpfchen drücken angesagt. Hänsel versorgt seine Mutter mit Kaffee, Gretel sich selbst mit Kakao. Dazu lässt sie die Alexa den Lieblingssänger der Mutter abspielen. Hänsel verzieht sich zu seiner Geschichte in sein Zimmer.

Eigentlich wollen sie nach dem Frühstück in den Schnee starten. Doch wieder läuft alles anders als geplant und ein erneuter Streit zwischen Hänsel und der Mutter eskaliert. Der Junge bleibt miesgelaunt zu Hause, während die Mädels in den Schnee hinaus stapfen. Auf dem Schlitten zieht die Mutter ihre Tochter fast den kompletten Weg zum See, womit die Hoffnung auf ein schnell ein schlafendes Mädchen am Abend schwindet.

Am See angekommen übt Gretel das Schlittenfahren auf einem kleinen Hügel, die Mutter fotografiert. Anschließend gehen sie weiter zum Rodelhügel. Dort rodelt Gretel erst allein, möchte aber schnell nur noch gemeinsam mit ihrer Mama fahren. Gretel juchzt und jauchzt beim herunterfahren. Auch, als die Mutter hinfällt und sich grade noch so halten kann, dass sie nicht komplett im Schnee landet, hat Gretel ihren Spaß.

Hänsel räumt inzwischen auf. Deutlich langsamer als gefordert, aber immerhin ist später ein Unterschied zu erkennen.

Erst aber spazieren die Mädels noch eine Runde durch den Wald und rodeln eine weitere Piste hinunter. Nach Hause möchte das Mädchen nicht. Doch schon bald wird es dunkel sein, weswegen die Mutter das anders sieht.

Auf dem Heimweg kommen sie an einem weiteren Rodelhügel vorbei. Auch diesen darf Gretel befahren, bevor es nach einem weiteren Abstecher nach Hause geht.

Inzwischen ist es dunkel, beide haben Hunger und Hänsel wartet ebenfalls bereits. Seine schlechte Laune ist größtenteils, aber nicht vollständig, verschwunden. Gemeinsam mit seiner Schwester bereitet er das Abendessen zu.

Plötzlich fängt er an zu schreien, Gretel kommt aufgeregt zur Mutter gerannt. Hänsel hat sich das kochende Nudelwasser über die Brust geschüttet.

Nach erfolgreicher erste Hilfe möchte der Junge weiter kochen. Glücklicherweise ist es nicht so schlimm, er hat heute einen dicken Pulli über seinem obligatorischen Shirt, der viel Wasser abgefangen hat.

Die drei essen, erzählen sich von ihrem Tag und machen Quatsch. Danach werden sie erst in die Wanne, dann ins Bett gesteckt.


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