Die Nacht geht schnell vorüber. Alleine wacht die Mutter in ihrem Bett auf und hat Zeit, die Beschlüsse der neuesten Konferenz zur Pandemie zu lesen. Zu Kindern kein Wort. Vielleicht, weil Ferien sind, vielleicht auch aus anderen Gründen. Für den heutigen Tag ist die Bundesland-Besprechung angesetzt. Für jetzt das Wecken der Kinder.

Gretel ist gut gelaunt, Hänsel immer noch so drauf wie am Vortag. Anstatt dass er das Haus verlässt, wird er nun von der Hilfe-Maßnahme zu Hausarbeit gezwungen. Zwar sehr praktisch, aber den Emotionen der Mutter nicht dienlich. Sie versucht sich aufs Arbeiten zu konzentrieren.

Später verlassen die beiden das Mienenfeld und vereinbaren, dass Hänsel erst nach dem Abendessen heimkommt. Bis dahin wird die Mutter ihre Ruhe haben, Gretel abholen und mit der Nachbarin sprechen. Diese erkundigt sich, ob nach dem gestrigen Tag alles gut ist und steht der Mutter bei.

Als Hänsel wieder da ist, sprechen die beiden kurz und kehren in den Alltag zurück. Beiden wird es langsam zu viel, beide werden versuchen, ihre schlechte Laune nicht am anderen auszulassen. Gretel versteht nicht, warum überhaupt jemand schlechte Laune hat.


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