Am Vorabend ist es die Mutter, die als erstes einschläft. Schon während des Films ist sie kaum in der Lage, ihre Augen offen zu halten, bei der anschließenden Einschlaffolge Duck Tales verliert sie dem Kampf gegen die Müdigkeit.

Die Kinder schleichen leise in ihre Betten und schlafen ebenfalls recht bald ein.

Morgens sind alle früh wach. Gretel, wie immer gut gelaunt. Hänsel, wie immer zurückgezogen in seinem Zimmer. Die Mutter, wie immer lethargisch auf Kaffee wartend. Den bekommt sie von ihrer Tochter.

Dazu eine Nachricht, dass auch diesen Nachmittag Hänsel und Gretel kleinkindliche Unterstützung bei der Abnutzung der Nerven ihrer Mutter haben werden. Drei kleine Biester freut das, ein großer Haufen Müdigkeit nimmt es einfach so hin.

Gretel wünscht sich, trotz oder vielleicht grade auf Grund, des Regens rauszugehen. Sie möchte durch die Pfützen springen und die Mami ärgern. Offen ist das Mädchen immerhin. Also schickt sie die Info an das Besuchskind, es solle unbedingt Regensachen mitbringen. Die Mutter überlegt währenddessen, wo sie hinmarschieren können und hat auch eine Idee: Sie werden den Nachmittag im Wald verbringen.

Als es jedoch klingelt, möchte keiner außer der Mutter mehr etwas vom Wald wissen. Da die Kinderzimmer weiterhin nicht aufgeräumt sind, platziert sich die Meute neben der Frau und bekriegt sich bei Gesellschaftsspielen. Sehnsüchtig blickt die Mutter nach draußen, gedankenverloren denkt sie an die Ruhe im Wald, während Hänsel und Gretel sich anschreien und Haudraufi nach seinen eigenen Regeln spielen möchte. Nur Augenblicke später tanzen die beiden Jüngeren durch das Wohnzimmer und Hänsel schmeißt das Spiel.

Tief einatmen. Lang ausatmen. Das gilt sowohl für die Mutter als auch ihren Sohn, der nun gegen den Kinderbefall auf ihm anzukämpfen versucht.

Später bekommt die Mutter die Meute doch noch raus. Als Rollergang machen sie sich auf den Weg durch die Stadt und zum See. Wieder zurück gibt es leckere Muffins und durchs-Wohnzimmer-Toben, bevor Haudraufi unglücklich ist, weil er abgeholt wird.

Es gibt ein schnelles Abendessen und oberflächliches Aufräumen, bevor der Abend startet. Auf den für heute ausgesuchten Film hat die Mutter wenig Lust und bleibt daher am Wohnzimmertisch sitzen, während die Kinder den Kickern beim Kampf um ihren Platz zusehen und sich des Lebens freuen.


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