Die neue Uhrzeit zeigt halb zehn an, als die Tür der Mutter sich leise öffnet. Hinein kommt Gretel, auf der Suche nach etwas Essbarem. Fündig wird sie nicht, dafür wacht die Mutter auf. Es wird kurz gekuschelt, bevor das Mädchen wieder verschwindet.

Später, die Mutter ist immer noch nicht fitter, wird die Kuscheleinheit wiederholt und erweitert. Alle drei liegen sich in den Armen. Gretel nutzt die Gelegenheit und erzählt ihren Traum: Auf einem Einhorn ist sie mit Hänsel durch die Nacht zu den Großeltern geritten.

Die Frau nimmt ihre Kinder in den Arm. Die beiden vermissen ihre Großeltern so sehr, wann sie sie das nächste Mal sehen dürfen ist unklar. In den Medien wird von steigenden Inzidenzen berichtet, eine Besserung scheint nicht in Sicht. Noch hoffen alle auf die Sommerferien.

Gretel wünscht sich ein Frühstück auf dem Balkon. Die Mutter erst einmal Kaffee ans Bett. Den bekommt sie, später wird auch Gretels Wunsch erfüllt.

Während sie sich beim Frühstück die Sonne auf den Kopf scheinen lassen, besprechen sie den Tag. Hänsel möchte sich mit einem Freund treffen, die Mutter ebenfalls. So trennen sich nachmittags die Wege. Gretel und die Mutter brechen zum Eis-Date auf, Hänsel zu seinem Bolz-Date.

Mit leckerem Eis im Magen checkt das Mädchen noch die Bestandteile des Besuchsvehikels und überredet die Mutter anschließend zu einem Spielplatzaufenthalt. Mit Sonne im Gesicht sieht die Frau ihrer Tochter beim Klettern, Schaukeln und Rennen zu und erst als die Sonnenkraft langsam abnimmt, treten sie den Heimweg an.

Durchgefroren realisiert die Mutter ihre Kopfschmerzen, Gretel malt, Hänsel ist noch bei seinem Freund.

Erst bei Eintritt der Dunkelheit wird der Junge wieder zurück sein, möglicherweise liegt die Mutter zu diesem Zeitpunkt bereits im Bett. Im Gegensatz zu den Kindern muss sie am nächsten Tag früh aufstehen, die Kinder dürfen noch in ihren Zimmern spielen, malen, aufräumen und Geschichte hören.


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